Bewusstsein und Neurodivergenz Eine transdisziplinäre Annäherung an veränderte Bewusstseinszustände
- Publicado
- Servidor
- Zenodo
- DOI
- 10.5281/zenodo.18685068
Viele neurodivergente Menschen erleben früh ein tiefes Gefühl der Fremdheit gegenüber einer Umwelt, die nach Regeln funktioniert, die ihnen nicht intuitiv zugänglich sind. Auf der Suche nach Orientierung und Integration begegnen sie häufig Praktiken der Bewusstseinsmodulation, darunter Meditation, Atemtechniken, spirituelle Rituale und mitunter auch psychedelische Substanzen. Diese Arbeit zeichnet den Prozess der Bewusstwerdung aus neurodivergenter Perspektive nach nicht als Ausdruck hedonistischer Flucht, sondern als existenziellen Versuch, Anschluss an eine überwiegend neurotypische Welt zu finden. Dabei werden zentrale Ideen von Leary, Huxley und Wilson herangezogen, um die kulturellen, psychologischen und spirituellen Dimensionen dieser Suche zu beleuchten. Ziel ist es, ein vertieftes Verständnis für die Bedeutung veränderter Bewusstseinszustände im Leben neurodivergenter Menschen zu entwickeln und neue Perspektiven für Forschung, therapeutische Ansätze und gesellschaftliche Anerkennung zu eröffnen.